Wandern – Erholung in der Natur

Wandern

Der Spaß am Wandern ist wiederentdeckt

Wandern ist weder spießig noch altmodisch, sondern voll im Trend. Das Interesse an der Gesundheit und Wanderungen durch die heimische oder exotische Natur ist gewachsen, unabhängig vom Alter. Frauen und Männer mit Stressberufen schützen sich mit Wanderungen vor dem gefürchteten Burnout-Syndrom. Die Vorteile sind im Vergleich zu vielen anderen Sportarten beim Wandern offensichtlich: Man muss es nicht lernen. Sie brauchen keine teure, spezielle Ausrüstung. Verreisen können Sie, müssen es aber nicht. Entdecken Sie die Natur überall, wo sich die Gelegenheit dazu bietet, und nutzen Sie die Gelegenheit zum Wandern.
Wandern ist nicht nur gesund, es macht Spaß und fördert die Geselligkeit, die Sie mit anderen Wanderern ganz besonders während eines Wanderurlaubs erleben können.
Wer die Tipps von Prof. Hademar Bankhofer befolgt, macht sicher nichts falsch. Bankhofer ist ein international anerkannter Medizinjournalist auf dem Sektor Naturheilwesen und vielen Menschen durch seine zahlreichen TV-Auftritte, Kolumnen und Bücher bekannt. Er ist in der Lage, schwierige medizinische Probleme verständlich zu erklären und genießt auch in medizinischen Fachkreisen Anerkennung.

Wandern in der Natur

“Unsere Welt ist laut”, sagt Hademar Bankhofer, das störe das vegetative Nervensystem und belaste Geist und Seele. “Wandern bietet die Chance, die Stille der Natur zu genießen”, sagt er.

“Die Ruhe eines Waldes oder einer weiten Wiese überträgt sich auf den Menschen. Man kann beim Wandern herrlich abschalten, neue seelische und körperliche Kräfte sammeln. Der Kopf wird von belastenden Gedanken befreit. Man kann nach so einer Wanderung durch die Natur wieder voll Konzentration arbeiten, kann mit Problemen leichter fertig werden. Wer beim Wandern die Stille sucht, der schärft auch wieder seinen Gehörsinn, der durch ständigen Alltagslärm mächtig strapaziert wird.”

In Japan wird seit nunmehr zehn Jahren erforscht, welchen Einfluss “shirin-yoku” (im deutschen Sprachgebrauch auch übersetzt als “Baden in Waldluft”), das bedeutet die Atmosphäre des Waldes, auf die mentale und physische Gesundheit insbesondere auf das Stressempfinden hat. Der Titel des im April 2018 erscheinenden Buches von  Buchhandlung StorchmannEsther Winter “Waldbaden: Waldtherapie” zeigt, dass diesem Thema auch in Deutschland Beachtung geschenkt wird.

Die japanischen Forscher konzentrieren sich auf die Erfassung physiologischer Effekte, wie die Messung von Aktivitäten im zentralen oder vegetativen Nervensystem sowie biochemischer Reaktionen. Sie dienen ihnen als Hinweise auf die Regulation von Stress.

Wirkung des Waldes auf die Sinnesorgane

Die Forscher gehen von einer therapeutischen Wirkung des Waldes insgesamt bzw. einzelner Elemente auf die Sinnesorgane aus. Sie berufen sich dabei auf etablierte Therapieformen westlicher Gesellschaften, wie z. B. das Konzept der Kneipp-Therapie.

Die Ergebnisse einzelner Studien und Reviews zeigen signifikante Unterschiede zwischen der Untersuchungsgruppe im Wald und der Kontrollgruppe in der Stadt, z. B. in der Veränderung der Hämoglobinkonzentration oder der Cortisolkonzentration im Speichel. Somit kann der Erholungseffekt sowie die Reduktion von Stress durch Shirin-Yoku wiederholt nachgewiesen werden.

Auch die psychologischen Messungen nach dem Gehen und bei der Betrachtung des Waldes unterstützen die Ergebnisse. Im Wald fühlen sich die Probanden wohler, ruhiger und aufgeweckter als in der Stadt (vgl. PARK et al. 2007; TSUNETSUGU et al. 2010; PARK et al. 2010).

Schlechte Aussichten für die Erholung im Wald

In Zukunft dürfte die Entspannung in Deutschlands Wäldern deutlich schwieriger werden. Rund 30.000 Windkraftanlagen sorgen für Lärm und Infraschall in den ehemals ruhigen Mittelgebirgsregionen. Sogar vor Naturschutzgebieten macht die Umwandlung des Waldes in Industriezonen keinen Halt. Die letzten unzerstörten Landschaften und Naturreservate werden dafür geopfert. Damit gehen wertvolle Landschaften zur Entspannung und Erholung unwiderbringlich verloren, wie dies die Autoren in dem Buch Buchhandlung Storchmann“Geopferte Landschaften. Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört” (Hrg. Georg Etscheit) beschreiben. Forschungen über die nachteiligen Wirkungen der Windkraftanlagen im Wald gibt es nicht.

Unser Tipp: Erkundigen Sie sich vor der Buchung ihres Wanderurlaubs beim Veranstalter, Reisebüro oder Hotel über Windräder an Wanderwegen.

Weiterführende Literatur:

Titelfoto: RalfGeorg, Eifel

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