Basenfasten räumt den Organismus auf

Organismus

Im Unterschied zum traditionellen Heilfasten dürfen Sie beim Basenfasten essen – und zwar alles, was von Pflanzen stammt: Obst, Gemüse, Kräuter und frische Keimlinge. Sie verzichten Ihrem Organismus zuliebe lediglich auf alle tierischen Lebensmittel, unter anderem Fleisch, Milchprodukte und Eier, aber auch Lebensmittel, die Koffein oder Alkohol enthalten. Wer rein auf pflanzliche Lebensmittel setzt, entlastet seinen Körper und kann, ohne zu hungern, in einer Woche sechs bis acht Pfund abnehmen.

Basenfasten- eine sanfte Methode des Fastens, keine Diät

Die Fastenmethode Basenfasten – nach der Wacker-Methode – ist eine sanfte Form des Fastens, für die man eine kurze Zeit,  meist ein oder zwei Wochen, auf alle tierischen Nahrungsmittel verzichtet.

Sabine Wacker praktiziert als Heilpraktikerin in Mannheim. Sie hat sich auf Entgiftungstherapie, Fasten und Ernährungsberatung spezialisiert. Zusammen mit ihrem Mann Dr. med. Andreas Wacker hat sie die Basenfasten Wacker-Methode® entwickelt. Auf die Idee kamen die Wackers, weil es sie störte, dass die Menschen beim klassischen Heilfasten oft ratlos waren, wie sie sich im Anschluss gesünder ernähren können. “Dabei würden sie ja bereits eine Menge erreichen, wenn sie die schlimmsten Säurebildner wegließen. Daraus wuchs vor gut zehn Jahren die Idee, eine basische Fastenwoche zu entwickeln, in der der Grundstein für die Ernährungsumstellung gelegt wird”, sagt Sabine Wacker. Weil sie  keine passenden Rezepte fand, begann sie, selbst Gerichte zu kreieren.

Ziel ist es, die Ernährungsweise langfristig zu verändern

Sabine und Anreas Wacker sind überzeugt, dass ein Säureüberschuss sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt. Viele Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Osteoporose sind aus ihrer Sicht auch die Folge jahrelanger falscher Ernährung. Chronische Übersäuerung kann außerdem zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Störungen führen wie Infektanfälligkeit, Hautunreinheiten, Verdauungsproblemen und Kopfschmerzen. Auch Cellulite wird als Folge einer zu „sauren“ Ernährung angesehen. Denn im Bindegewebe lagert der Körper Stoffwechselprodukte ein, die er nicht ausscheiden kann. Dadurch verliert das Gewebe seine Festigkeit.

Beim Basenfasten kann man basenbildende Lebensmittel nach Herzenslust genießen. Man muss nicht hungern, sondern für ein bis sechs Wochen lediglich säurebildende Lebensmittel vom Speiseplan streichen. Im Verlauf des Basenfastens entsteht in der Regel kein Heißhunger, so dass der berüchtigte Yo-Yo-Effekt gar nicht erst entstehen kann. Die Ernährung und die Geschmacksrichtungen sind sehr ausgewogen. Basenfasten ist  keine Diät, auch auf Süßes muss niemand verzichten. Wer will, knabbert einfach ein paar Trockenfrüchte oder Mandeln. “Und bei Hunger auf Deftiges gibt’s eine heiße, scharf gewürzte Brühe oder in Olivenöl gebratene Kartoffeln”, rät Sabine Wacker.

Was bewirkt Basenfasten im Körper?

Damit die Stoffwechselvorgänge reibungslos funktionieren, muss das Verhältnis von Säuren und Basen im Blut konstant ausbalanciert sein. Kein Problem, denn dafür sorgen normalerweise die Leber, Nieren und die Lunge, ohne dass wir gezielt eingreifen müssen. Aber leider läuft es anders.  Unser moderner Lebensstil setzt den Körper zu stark unter Druck, wodurch der pH-Wert aus dem Gleichgewicht gerät. Dieser Druck entsteht unter anderem durch die Nahrungsaufnahme von zu viel Fleisch, aber wenig Obst und Gemüse, und auch durch Stress und zu wenig Bewegung. Säuren und Basen entstehen bei der Verdauung, und beide enthalten für den Körper wichtige Nährstoffe. Mit einem gesunden Maß an Säuren kommt unser Körper dagegen gut zurecht. Er kann sie dank spezieller Puffersysteme neutralisieren oder über Haut, Nieren und Atmung ausscheiden. Der  Säureüberschuss, der dadurch im Organismus entsteht, kann jedoch auf Dauer oft nicht mehr ausgegleichen werden. Die Folge ist, dass unser Organismus sich die Mineralien Kalzium, Kalium und Magnesium aus den Knochen holt, dass wir uns schlapp fühlen und oft müde sind.

Basenfasten
Sabine Wacker Basenfasten – Das Kochbuch Über 170 Genießer-Rezepte. 4. überarbeitete Auflage. Broschiert (KB). € 19,99
Durch den dauerhaften Überschuss an Säuren in tierischen Lebensmitteln, Weißmehlprodukten, Fast Food, Alkohol und Zucker gerät die Verdauung aus dem Takt und verlangsamt den Stoffwechsel. Die Folgen zeigen sich im Gesicht und am Körper: Der Teint wirkt fahl, und wir nehmen zu. Pflanzliche Lebensmittel werden dagegen überwiegend zu Basen umgewandelt, sie regulieren den Säure-Basen-Haushalt des Körpers und damit den pH-Wert, und Sie verlieren schnell Ihre überflüssigen Pfunde.

Den Sport nicht vergessen!

Sport ist auch beim Basenfasten enorm wichtig. Denn beim Sport vertieft sich die Atmung, und es wird viel säurebildendes Kohlendioxid abgeatmet. Als ideal nennt Sabine Wacker 45 bis 60 Minuten moderates Training am Tag.

Im Grunde ist Basenfasten jedem zu empfehlen, der es will. Lediglich Schwangere und Stillende sollten nicht fasten, ebenso Menschen mit schwersten Erkrankungen. Diabetiker sollten vorher ihren Arzt fragen, sagt Sabine Wacker, weil sich ihr Insulinbedarf ändern wird.

Und keinen Stress an sich heranlassen!

Negativer Stress führt zu einem Säureüberschuss im Körper. Das trifft auch und vielleicht gerade auf Power-Menschen zu, die von früh bis spät in Aktion sind und die Hektik förmlich brauchen. In der Fastenwoche ist Stress deshalb nicht erwünscht.

Interessant zu lesen ist der Bericht der stellvertretenden FürSie Chefredakeurin Susanne über ihre Erfahrungen mit Basenfasten.

Basenfasten Kur

Die besten Voraussetzungen für eine Umstellung der Ernährung und eine Basenfastenkur bietet der Urlaub – ohne Handy, ohne Laptop, ohne Stress. Basenfasten Kuren werden von vielen Hotels angeboten, nur einige wurden von Sabine Wacker zertifiziert, darunter zum Beispiel:

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One Reply to “Basenfasten räumt den Organismus auf”

  1. Basische Ernährung ist für mich als chronisch Kranke (Rheuma, Allergien etc.) eine wichtige Grundlage, meinen Körper überhaupt in die Lage zu versetzen, halbwegs im Gleichgewicht zu bleiben. (In meinem Fall sind zusätzliche Mittel zur Entsäuerung nötig.) Sobald ich darauf nicht achte, erinnern mich entsprechende Beschwerden schnell daran: Ohne Entsäuerung wirken auch die naturheilkundlichen Mittel nicht, mit denen ich sonst wunderbar zurecht komme.
    Basenfasten als Kur kann ich also nur empfehlen. Ob als Einstieg oder als Wiedereinstieg in eine dauerhafte basische Ernährug oder als Pause vom stressigen Alltag!! Super, dass es inzwischen so tolle Angebote gibt.

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