Adipositas – eine ernstzunehmende Krankheit

Adipositas

Adipositas ist eine ernstzunehmende Krankheit. Übergewicht ist, wie man mittlerweile weiß, nicht ausschließlich auf die Ernährung zurückzuführen, sondern kann auf einer Vielzahl von Faktoren beruhen. Als adipös, fettleibig oder stark übergewichtig bezeichnet man Menschen mit einem sichtlich zu hohen Gewicht im Verhältnis zu ihrer Körpergrösse.

 

Falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind nicht die einzigen Ursachen

Adipositas ist sehr differenziert zu beurteilen. “Das ist kein Bildungsproblem, sondern ein Problem des Angebots, das die Lebensmittelwirtschaft uns vorsetzt”, sagt Oliver Huizinga von der Organisation foodwatch. Er fordert bessere Verbraucherinformationen. Der Bundesregierung warf Huizinga vor, es fehle “offensichtlich an dem politischen Willen, sich mit der Branche anzulegen”. Die gesunde Wahl werde unnötig schwer gemacht. Ein Großteil der Erfrischungsgetränke sei überzuckert, die Kennzeichnung von Fett, Zucker und Salz sei eine Zumutung, und selbst Süßigkeiten würden wie gesunde Produkte beworben.”

 

Keine Frage des Lebensstils

Bisher sei man davon ausgegangen, dass vorrangig der Lebensstil die Energiebalance steuert. Neuere Untersuchungen hätten laut Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) Anhaltspunkte für die Annahme gefunden, dass die chronische Natur der Adipositas darauf beruht, dass das einmal erlangte Übergewicht durch komplexe Antworten im Nervensystem energisch „verteidigt“ werde.

Der BVMed spricht von einer Volkskrankheit, die in vielen Ländern weltweit epidemische Ausmaße angenommen habe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Bundessozialgericht, das Europäische Parlament und die Deutsche Adipositas-Gesellschaft betrachten Adipositas als eine chronische Erkrankung, deren Ursache auf einem Zusammenspiel genetischer Anfälligkeit, des jeweiligen Lebensstils und komplexer – über den Hyperthalamus gesteuerter – Stoffwechselprozesse basieren.

Viele Ärzte betrachten Adipositas dennoch nicht als Krankheit, sondern als Lebensstilproblem oder begünstigenden Risikofaktor für Erkrankungen. Daraus ergibt sich, dass gesetzlich versicherte Patienten keine durchgängige, langfristig angelegte Therapie erhalten, kritisiert der Bundesverband Medizintechnologie.

 

Ganzheitlich Denken

Der BVMed empfiehlt ganzheitliche Präventionsansätze, damit die hohen Kosten, die zurzeit für die Behandlung der Folgekrankheiten wie Typ 2 Diabetes bei den Krankenkassen anfallen, reduziert werden. Derzeit werde nur die Therapie der Folgeerkrankungen der Adipositas und nicht die Therapie der Ursache selbst finanziert. Nur durch einen frühzeitigen Therapiezugang und durch Finanzierung der geeigneten Diagnostik und Therapie der Adipositas könnten viele der Begleiterkrankungen nachhaltig behandelt und die Kosten gesenkt werden.

 

Was man selbst tun kann: Vorbeugen

Vorbeugende Maßnahmen können verhindern, dass überschüssige Energie als Fett eingelagert werden kann. Denn dafür sind nach übereinstimmender Ansicht von Ärzten aus der Schweiz hauptsächlich übermäßige Kalorienaufnahme und Bewegungsmangel verantwortlich.

Nicht die Gewichtsreduktion stelle ein Problem dar, sondern das Halten des Zielgewichtes, sagen die Schweizer Ärzte. Deshalb haben nach ihrem Urteil Reduktionsdiäten nur Sinn, falls sie Bestandteil eines langfristigen Behandlungskonzeptes sind.

Ohne regelmässige Bewegung könne das Gewicht gewöhnlich nicht stabil gehalten oder reduziert werden. Es müsse nicht Leistungssport sein; auch regelmässige Spaziergänge, Wandern und Treppensteigen statt Benützen des Lifts verbrauchen Kalorien. Die Ärzte empfehlen täglich 30 Minuten Bewegung, bei der Puls und Atmung sich leicht beschleunigen, ein Gespräch aber noch möglich ist. Außerdem müsse die Kalorienaufnahme kontrolliert werden. Das beinhaltet den Verzicht auf fette und süße Speisen, die Bevorzugung von Gemüse, Salat und Früchten und eine genügende Trinkmenge von mindesten 1,5 bis 2 Litern pro Tag.

Einige Grundregeln, die Ärzten empfohlen werden, könnten beim Abnehmen helfen:

  • Vor dem Essen ein Glas Wasser trinken; dies dämpft das Hungergefühl.
  • Jeweils nur kleine Portionen nehmen und eine Pause machen, bevor eine weitere Portion gegessen wird.
  • Wer langsam kaut, isst in der Regel weniger und wird doch satt.
  • Durch das Führen eines Esstagebuchs lässt sich das eigene Essverhalten kritisch unter die Lupe nehmen.
  • Wut und Trauer nicht mit Essen kompensieren, sondern vorerst versuchen, auf anderen Wegen das Gleichgewicht wieder zu finden (Musik hören, Lesen, Kinobesuch, Sport, Malen).
  • Für übergewichtige Kinder und Jugendliche gibt es verschiedene Lernprogramme. Geeignet sind auch Gruppentherapien.

 

Abnehmen im Urlaub

Das Abnehmen ist wegen der chronischen Natur der Adipositas eine große Herausforderung. Zu Hause scheitert der Versuch abzunehmen häufig an den Versuchungen des Alltags und an der Schwierigkeit, alte Muster zu durchbrechen. Ein räumlicher Abstand, eine andere Umgebung und die Begegnung mit anderen Menschen können einen neuen Impuls verleihen, um das Gewicht nachhaltig zu verlieren. Das wäre doch perfekt!

Unterstützung beim Kampf gegen das Übergewicht leisten Ihnen insbesondere Sport- und Bewegungstherapien.
Sie werden gemeinsam mit Gleichgesinnten bei Aqua-Gymnastik, an den Fitnessgeräten oder beim Nordic Walking durch die Natur aktiv. Und ganz nebenbei werden Ihre Pfunde purzeln.

Kuren zur Gewichtsreduktion, Fasten- und Detoxprogramme als Abnehmhilfe, zum Beispiel Basenfasten, bieten Wellnesshotels weltweit an. Hiermit nehmen Sie effektiv und nachhaltig ab und werden sich über Ihre neue Energie und einem positiveren Lebensgefühl freuen. Lernen Sie mit Gesundheitscoachings wie Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag einbauen können und sich gleichzeitig gesund und ausgewogen ernähren.
Das Abnehmen muss Ihnen Spaß machen, wenn es dauerhaft sein soll. Und der Spaß kommt mit dem richtigen Verhältnis von Anspannung und Entspannung. Massagen und Wellnessanwendungen, die meistens mit angeboten werden, verhelfen Ihnen außerdem zum Entspannen und lassen Sie zur Ruhe kommen.

Sagen Sie auch den hartnäckigsten Pfunden den Kampf an und entdecken Sie eine neue Leichtigkeit in Ihrem Leben!

 

Weiterführende Informationen :

https://www.ifb-adipositas.de/infos-fuer-patienten (Teilnehmer für klinische Studien gesucht: Mehr dazu)

http://www.adipositas-gesellschaft.de/

 

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